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Das Projekt 'MERIAN-virtuell'

Ende 2005 – die Indienststellung der MERIAN stand kurz bevor – entwickelte sich im Deutschen Schiffahrtsmuseum, Institut der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL), die Idee, der Steuerzahleröffentlichkeit anhand eines virtuellen Modells deutlich zu machen, was sie denn finanziert hatte.

Dabei sollte es nicht nur darum gehen, dem 'Normalsterblichen' das Aussehen des meist nicht zugänglichen Schiffes vorzuführen, dazu hätten Fotos vollauf genügt. Ziel war es vielmehr, auch den Betrieb darzustellen, sowohl den des Schiffes selbst als auch den wissenschaftlichen. Der Ausgangspunkt war also der einer breit verstandenen Öffentlichkeitsarbeit, gepaart mit der Vermittlung von Forschungsarbeit und -inhalten, neudeutsch: 'science goes public'.

Nun hieß es, tätige Mitstreiter zu gewinnen, und die fanden sich denn auch im Laufe der Zeit: zunächst bei der Leitstelle METEOR/MERIAN in Hamburg, damals noch in den Händen von Kpt. Michael Berkenheger, dann aber besonders auch bei der Reederei Briese in Person von Kpt. Klaus Bergmann, der auch vor dem Hintergrund seiner Lehrtätigkeit am Institut Seefahrt Leer die Potentiale eines solchen Modells schnell erkannte.
Wohlwollende Unterstützung kam selbstverständlich auch aus der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung (IOW), Barbara Hentzsch, sowie von Klaus von Bröckel vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IfM/GEOMAR) in Kiel, seinerzeit wissenschaftlicher Baukoordinator des Schiffes.
Von Seiten des Deutschen Schiffahrtsmuseums steuerte Reinhard Huxmann, dort zuständig für die Geschichte deutscher Meeresforschung, neben Konzeptüberlegungen in erster Linie auch einen 3D-Visualsierer bei, Andreas Dibiasi aus Darmstadt, der bereits erfolgreich für das Museum gearbeitet hatte.

Die Umsetzung des Projekts entwickelte sich erfreulich unkompliziert, wobei die Leitstelle ins 'Stammbuch' schrieb, daß das Modell jedenfalls auch der praktischen Reiseplanung dienen sollte, um künftigen Nutzern des Schiffes bereits im Vorfeld die Möglichkeit zu geben, sich mit den Verhältnissen und Bedingungen an Bord vertraut zu machen. Damit war ein wesentlicher Schritt getan, dem Projekt neben der PR-Komponente eine praktische Verwendung zuzuweisen.

Das Projekt ist als offene Plattform gedacht, das heißt: Jeder kann seriöse Beiträge einbringen, die zentral eingepflegt werden – 'Mitmacher' sind jederzeit willkommen. Dies könnten etwa Wissenschaftler sein, die ihre Projekte an Bord der MERIAN darstellen, ihre Hypothesen, Ziele und Ergebnisse. Auch die Beschreibung und Erklärung eingesetzter Geräte wäre ein guter Beitrag, und ebenso könnten es auch Filmtrailer oder Bilddokumente sein, genauso wie Reiseberichte, von wissenschaftlicher Gewichtigkeit bis locker-flockig – da sind der Phantasie keine Zügel angelegt.

Wer sich hier angesprochen fühlt, möge seine Beiträge an Meike Priet senden, die die MERIAN-Seite im Auftrag der Reederei Briese pflegt und gestalterisch betreut: info(at)mp-creations.de.

Reinhard Huxmann, DSM